Wirtschaft

Gesellschaft denken. Wirtschaft gestalten. Werte schöpfen.

Die Wirtschaft der Zukunft

Wie wir die Welt sehen …

 
gestern/heute
 
morgen/übermorgen
Nationalökonomie
 
Global Economy

In Zeiten globalisierter und sich weiter globalisierender Wirtschafts- und Sozialbeziehungen verliert die speziell europäische Ausprägung der Betrachtung wirtschaftlicher Zusammenhänge in nationalen Kontexten rapide an Bedeutung. Eine Volkswirtschaftslehre traditionellen Zuschnitts ist für ein im Weltmaßstab hoch integriertes Wirtschaftssystem nicht (mehr) antwortfähig. Gleichzeitig werden die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in vielen Bereichen nach wie vor durch den politischen Diskurs bestimmt, in dem noch weitgehend in der Logik und den Kategorien des Nationalstaats gedacht und gehandelt wird. In der wirtschaftspolitischen Aufmerksamkeit der Staaten stehen deshalb primär standortbezogene Interessen im Vordergrund.

Diese unterschiedlichen räumlichen Gestaltungshorizonte (global vernetzt versus national/regional fokussiert) im Wechselspiel von Wirtschaft und Politik sind zurzeit am Beispiel des Finanzsystems und seiner spezifischen Eigendynamik besonders gut beobachtbar. Immer krisenhaftere Verwerfungen, mitausgelöst durch weitgehend deregulierte Finanzmärkte und durch einen überdimensionierten Verschuldungsgrad der öffentlichen Hand, legen es nahe, in Theorie und Praxis wieder intensiv über eine neue Geldordnung und über ein auf kluge Weise gezähmtes Finanzsystem, basierend auf international akzeptierten Spielregeln, nachzudenken.

Unreflektiertes Wachstum
 
Qualitatives Wachstum

Das mit der Industrialisierung angestoßene Wirtschaftswachstum und die damit ermöglichte Wohlstandsentwicklung breiter Bevölkerungsgruppen beruht zum einen auf dem kaum gebremsten Einsatz fossiler Energien mit allen mittel- bis langfristigen Implikationen für Mensch und Umwelt, zum anderen auf der Ausdifferenzierung einer funktionstüchtigen staatlichen Ordnung – in den hochentwickelten Weltregionen in der Regel demokratisch verfasst – die der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung den erforderlichen rechtlichen ordnungspolitischen Rahmen setzt. Eine Begleiterscheinung dieser sich wechselseitig stimulierenden Koevolution von Wirtschaft und Politik ist die große Bedeutung eines kontinuierlichen Wirtschaftswachstums für die Zukunftsfähigkeit aller relevanten gesellschaftlichen Bereiche (Gesundheitssystem, soziale Sicherungssysteme, Bildung, Wissenschaft und Forschung etc.). Zur Finanzierung der Wohlstandserwartungen der privaten Haushalte wie auch des Erhalts der sozialen Sicherungssysteme ist die aktuelle Wirtschaftspolitik auf permanentes Wachstum programmiert, obwohl das Einlösen solcher Erwartungen angesichts der begrenzten globalen Energie- und Rohstoffressourcen zusehends unwahrscheinlicher wird.

Auch die Wirtschaftswissenschaften arbeiten prädominant mit der Prämisse, dass ohne kontinuierliches Wachstum Unternehmen ihre Innovationskraft und damit auf Sicht ihre Wettbewerbsfähigkeit verlieren, während sich auf gesellschaftlicher Ebene ohne Wachstum das erreichte Wohlstandsniveau für große Teile der Bevölkerung nicht halten lässt.

Dagegen setzt sich in der aktuellen Nachhaltigkeitsforschung zunehmend die Erkenntnis durch, dass mit dieser Fokussierung auf stetiges Wachstum die Lebensgrundlagen für die kommenden Generationen eher mittel- als langfristig zerstört werden. Das Wissen um das grundlegende Bedrohungspotenzial der in Wirtschaft und Politik eingelassenen Wachstumsmechanismen führt allerdings trotz einzelner Ansätze noch zu keiner grundlegend veränderten gesellschaftlichen Praxis. Diese schwerwiegenden Probleme werden sehenden Auges den kommenden Generationen aufgebürdet. Die Entwicklung eines Verständnisses Nachhaltiger Unternehmensführung und damit eines Konzepts qualitativen Wachstums unter Schonung natürlicher Ressourcen wird eine wichtige Aufgabe der Wirtschaftswissenschaften werden.

Ökonomisierung der Gesellschaft
 
Gesellschaftliche Verantwortung

Wir leben in einer Zeit, in der Organisationen mehr und mehr auf Effizienz getrimmt werden. Dies gilt nicht nur für Unternehmen, sondern auch für Krankenhäuser, kirchliche Organisationen, Schulen, Universitäten und Einrichtungen der öffentlichen Verwaltung, die ihre Prozesse nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten ausrichten und optimieren. Die Ausbreitung des ökonomischen Kalküls in immer weitere Bereiche des Arbeitslebens führt zu einer Vielzahl kostenträchtiger Folgen, etwa zur deutlichen Zunahme psychischer Erkrankungen zu Burnout-Phänomenen sowie Überforderungs- und Ohnmachtserfahrungen. Aber auch Organisationen als Ganzes können in einen Zustand der Erschöpfung geraten. Viele der daraus resultierenden Folgekosten werden externalisiert (zumeist in das Netz der sozialen Sicherungssysteme) und belasten damit die Haushalte der öffentlichen Hand.

Die in unserer Gesellschaft unverzichtbaren nicht-ökonomischen Grundlagen des zwischenmenschlichen Miteinanders rücken zunehmend in den Hintergrund.

Die Wiedereinführung der Dimension gesellschaftlicher Verantwortung in wirtschaftliche Zusammenhänge, der Vorrang einer Ausrichtung am Wohl des größeren sozialen Ganzen vor dem Primat des privatwirtschaftlichen Erfolgs bedeutet einen weitreichenden kulturellen Wandel auf allen Ebenen unserer durch und durch ökonomisierten Gesellschaft. Die Frage nach dem Sinn auf der Ebene des Individuums – aber mehr noch auf der Ebene von Organisationen als den ganz wesentlichen Sinnlieferanten in der modernen Gesellschaft – kann helfen, das Bewusstsein sowohl für individuelle als auch gesellschaftliche Verantwortung zu schärfen.

Planbarkeit des Handelns
 
Professioneller Umgang mit Unsicherheit und Komplexität

Seit der Entwicklung alle Bereiche des Lebens durchdringender feingliedriger Managementstrukturen gelten ökonomische Rationalität und technische Effizienz als Prinzipien oberster Priorität. Die Prozesse in Organisationen werden zielorientiert auf Machbarkeit, auf Planung und Kontrolle ausgerichtet. Management wird damit zu einer von ökonomischer Rationalität angeleiteten Ingenieurstätigkeit.

Trotz ihrer unstrittigen Erfolge in den vergangenen zwei Jahrhunderten stoßen diese Denkweise und die damit verbundene Praxis inzwischen deutlich auch an ihre Grenzen.

In den letzten Jahrzehnten sind im Bemühen, gegenüber immer volatileren Umwelten antwortfähig zu bleiben, Organisationen mit einer Eigenkomplexität entstanden, die sich mit den tradierten Denkmodellen nicht mehr angemessen steuern lassen.

Es braucht ein Management- und Führungsverständnis, das das gestiegene Unsicherheitsniveau und das damit verbundene Risikopotenzial in fast allen heute anstehenden Entscheidungslagen nicht einfach wegrationalisiert oder gar leugnet, sondern sich demselben bewusst stellt. Der Abschied von überkommenen Plan- und Kontrollierbarkeitsillusionen sowie die Entwicklung einer eigenen professionellen Handlungskompetenz in der Gestaltung von Entscheidungen unter hoher Unsicherheit und Ungewissheit ist die adäquate Antwort auf die vielfältigen Herausforderungen, denen sich Unternehmen mit ihrem heutigen Komplexitätsgrad stellen müssen.

Spezialisten
 
Generalisten

Je komplexer Organisationen ihre Binnenverhältnisse ausgestalten, umso mehr benötigen sie auf der einen Seite FunktionsträgerInnen, die sich in der notwendigen Tiefe auf ihre jeweiligen Aufgabenfelder fokussieren und das dafür erforderliche Spezialistenwissen aufbauen, ständig weiterentwickeln und erneuern. Auf der anderen Seite braucht es FunktionsträgerInnen, die als GeneralistInnen den jeweiligen Gesamtzusammenhang im Blick haben und strategisch gestalten. Heutige Organisationen sind in der Herstellung ihrer Zukunftsfähigkeit unabdingbar auf die Ausprägung und Pflege beider Kompetenzprofile und auf gelingende Kooperation zwischen diesen beiden Ausprägungen von Professionalität angewiesen. Gerade die gekonnte Nutzung der in diese Profile eingebauten Gegensätzlichkeit ist es, die das enorme Komplexitätsniveau heutiger Organisationen angemessen bearbeitbar macht.

Mit der auf Disziplinen und Spezialisierung orientierten Ausbildungstradition und der zuletzt schnell an Fahrt gewinnenden Ausdifferenzierung des klassischen Fächerkanons verengt sich das Beobachtungs- und Aufmerksamkeitsspektrum der Fachleute immer weiter – und der Kontext, in den alle etwas komplexeren Problemstellungen heutzutage eingebettet sind, bleibt systematisch unterversorgt. Diese sich in unserer Gesellschaft zuspitzende Problematik betrifft nicht nur die Wirtschaft und die in ihr operierenden Unternehmen. Wir spüren diese Verengung des Blickwinkels in allen Bereichen von Staat, Politik und Verwaltung. Der Blick aufs Ganze, die Spezialisierung auf hoch komplexe Problemzusammenhänge, die verantwortungsvolle professionelle Gestaltung von Kontextbedingungen brauchen entschieden mehr Transdisziplinarität und ein elaboriertes Wissen über die Bedingungen, über die Möglichkeiten und Grenzen organisationaler wie gesellschaftlicher Transformation.

Bestehendes optimieren
 
Neues gründen

Organisationen sind soziale Gebilde, die dazu tendieren, in einmal etablierten und bewährten Routinen, Strukturen und Prozessen zu verharren. Dieser Strukturkonservatismus schützt einerseits vor zu viel von außen importierter Unruhe. Andererseits sorgt er für eher kleinteiliges und spätes Adaptieren an veränderte Rahmenbedingungen.

Diese Adaptionsmechanismen eignen sich für organisationale Umwelten, die sich ihrerseits nur allmählich und nicht mit überraschenden Brüchen wandeln. Die Volatilität der Verhältnisse hat in Zeiten wirtschaftlicher wie sozialer Globalisierung zugenommen, überraschende Schwankungen mit drastischen Ausschlägen sind in den normalen Erwartungshorizont vieler Akteure gerückt. So transformiert beispielsweise der Prozess der Digitalisierung in vielen Branchen die geschäftlichen Möglichkeiten aller beteiligten AkteurInnen auf eine ganz grundlegende Weise.

Diese Entwicklungen erhöhen den Druck auf die bestehenden Unternehmen, ihre Innovationskraft zu steigern, sich im Sinne des Schumpeterschen Prinzips der „schöpferischen Zerstörung“ in immer kürzeren Abständen immer wieder neu zu erfinden. Innovationsfähigkeit ist zur Schlüsselherausforderung in der strategischen Ausrichtung von Unternehmen avanciert. Die auch für die Zukunft erwartbare gesellschaftliche Veränderungsdynamik schafft daher gerade auch für Unternehmensneugründungen ideale Rahmenbedingungen, weil die erforderliche gesellschaftliche Erneuerungskraft nicht nur aus den bestehenden Organisationen heraus entwickelt werden wird. Hier braucht es auf breiter Basis ein neues zivilgesellschaftliches Engagement, UnternehmerInnen, die Neues wagen, ihre Erfahrungen des Scheiterns klug verarbeiten und für die Bewältigung ihrer nächsten Herausforderungen gezielt nutzen. Dazu zählen auch der intelligente Aufbau von unternehmensübergreifenden Netzwerken sowie das sorgfältige Ausschöpfen des spezifischen Problemlösungspotenzials, das in solch netzwerkförmigen gesellschaftlichen Formationen steckt.

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Unsere Aufstellung heute

Wofür wir stehen …

Dass eine Wirtschaftsfakultät an einer „kleinen“ Universität nicht nur Lehre und Forschung balanciert, sondern im Besonderen in der Lage ist, Antworten auf drängende gesellschaftliche und wirtschaftliche Fragen zu geben, hat die Wittener Fakultät seit ihrer Gründung 1984 immer wieder bewiesen. Sie geht in der Forschung neue Wege, auch und gerade zwischen den Disziplinen. In modernen, globalisierten Wissensgesellschaften sind die Probleme komplex und undiszipliniert: Die drängenden Fragen und Herausforderungen wie Grenzen des Wachstums, Klimawandel oder andere ökonomische und ökologische Bedrohungslagen können nicht von einer Disziplin oder Fachrichtung allein zureichend beantwortet werden. Folglich lehrt die Fakultät transdisziplinäres Denken, Navigationskompetenz für das 21. Jahrhundert und Öffnung der Reflektion für neue Konzepte, Methoden und Theorien. Im Unterschied zu „Ein-Fach-Hochschulen“ und reinen Business Schools legt die Fakultät als Teil einer Universität großen Wert darauf, Studierenden nicht nur rein wirtschaftswissenschaftliche Inhalte und Ansätze zu vermitteln. Vielmehr wird Wirtschaft im Kontext betrachtet, genau so, wie sie in der Praxis – und nicht im Lehrbuch – funktioniert.

Die Wittener wirtschaftswissenschaftlichen Studiengänge und das Bildungskonzept sind theoriebasiert und praxisorientiert. Praxiserfahrung ist die Grundlage der Theoriebildung, die nicht in der Universität verharrt, sondern wiederum für die gekonnte Bearbeitung komplexer Problemstellungen der unternehmerischen Praxis nutz- und einsetzbar gemacht wird. Zwei Markenzeichen stehen in Witten für die enge Verknüpfung von Wissenschaft und Praxis: Einerseits werden PraktikerInnen konsequent in die Lehre einbezogen, andererseits gibt es ein großes Netzwerk an Mentorenfirmen, in denen Studierende ihr theoretisch erworbenes Wissen direkt in der Praxis einbringen, erproben und festigen können. Große Bedeutung wird neben Wissensvermittlung der Persönlichkeitsentwicklung, Potenzialentfaltung und Werteorientierung beigemessen. Das Ziel der Ausbildung ist nicht das problemorientierte Spezialistentum, sondern die lösungsorientierte „gebildete Ökonomin“ bzw. der „gebildete Ökonom“, die bzw. der seine Aufgaben und Herausforderungen konsequent aus einer unterneh-merischen Verantwortung heraus gestaltet, sei es als Führungskraft im Unternehmen, sei es in direkter unternehmerischer Verantwortung.

Wittener Studierende gestalten von Anfang an ihr Studium mit. Mit einer Vielzahl von Maßnahmen, darunter der mehrfach ausgezeichneten GründerWerkstatt, fördert die Fakultät Eigenverantwortung und unternehmerische Initiative ihrer Studierenden vom ersten Semester an. Mit dieser Unterstützung entwickeln sie erste Ideen und bringen sie zur Umsetzungsreife. Erfolgreiche Unternehmensgründer aus dem Alumni-Netzwerk der Universität begleiten diesen Weg von studentischen Neugründungen, eingebettet in das dichte Betreuungsangebot des neuen Entrepreneurship Zentrums Witten (EZW). Was man als Führungskraft in Unternehmen – sei es als UnternehmerIn, sei es als ManagerIn – wirklich braucht, sind neben einem in Studium und Beruf zu erwerbenden Wissens- und Erfahrungsfundament unternehmerisches Gespür, Persönlichkeit, Enthusiasmus, Eigenwilligkeit, Neugier, Kreativität, Rekombinations- und Durchhaltevermögen, Intuition und Spaß.

 

 

Die Fakultät bietet dabei den Studierenden ein ideales Umfeld, nicht zuletzt mit einem breiten Spektrum an Projektangeboten, in denen sich Studierende im geschützten Raum ausprobieren können. Diese Lernformen ermöglichen es, dass die Studierenden zum inhaltlichen Wissenserwerb das rasch wachsende Chancenpotenzial des Internets für sich selbst gezielt ausschöpfen und dieses Wissen gleichzeitig auch im kommunikativen Miteinander anwendungsorientiert erproben können.
Zum Studium in Witten gehört es, den Studierenden kleine Seminare, sehr gute Betreuungsverhältnisse  und die nötige Gestaltungsfreiheit bei den Studieninhalten zu bieten. Es ist das ständige Bestreben, den Studierenden Flexibilität, Eigenraum und Eigenzeit zu ermöglichen, damit sie ihr Studium auch unter den Bedingungen von Bologna selbst bestimmen und selbst gestalten können.

Unser Beitrag

Was wir bewirken wollen …

Für die Wirtschaftskrise(n) der letzten Jahre gibt es sicherlich keine simple monokausale Erklärung. Klar ist jedoch, dass ökonomisches Denken und Handeln im Bezugsrahmen unkritischen Wachstumsdenkens, technokratischen Effizienzstrebens und rationaler Planbarkeitsvorstellungen  einen gewichtigen Beitrag geleistet haben. Mit Blick auf die künftigen Herausforderungen ist und bleibt daher Verantwortung, und hier natürlich auch unternehmerische Verantwortung, für die strategische Weiterentwicklung der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft von besonderer Bedeutung. Dieser zentrale Begriff schlägt sich in den drei Schwerpunktbereichen der Fakultät nieder: „Demokratie und Wachstum“ im Bereich VWL/ PPÖ sowie „Unternehmertum“ und „Führung und Organisation“ im Bereich BWL. Hinzukommt als laterales Thema „Nachhaltigkeit“, das sich in – auch begrifflich – unterschiedlicher Ausprägung durch alle Bereiche zieht.

In der Lehre werden wir weiter an dem Ziel arbeiten, AbsolventInnen eine breit gefächerte Navigationskompetenz mitzugeben, die es ihnen erlaubt, Führungspositionen in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft zukunftsorientiert und verantwortungsbewusst auszufüllen. Dies bedeutet neben der Vermittlung einer fachbezogenen Ausbildung im engeren Sinne den Erwerb einer über die Fachgrenzen hinausgreifenden Bildung, neben der Förderung unternehmerischen Denkens und Handelns auch die Ermutigung, Neues zu wagen und Unsicherheit auszuhalten und produktiv nutzbar zu machen.

In der Forschung plant die Fakultät, sich einerseits als Universität für unternehmerisch Denkende und Handelnde zu positionieren, andererseits in der Volkswirtschaft eine führende Fakultät pluraler Ökonomik zu werden.

Unser Weg

Was wir uns vornehmen …

Mit ihren beiden großen Instituten im Bereich BWL, dem Wittener Institut für Familienunternehmen (WIFU) und dem Reinhard Mohn-Institut für Unternehmensführung (RMI), hat die Fakultät zwei strategische inhaltliche Säulen. Im Wittener Institut für Institutionellen Wandel (WIWA) ist eine der größten Dichten an Institutionenökonomen gebündelt. Damit ist die Fakultät in ihrer Aufstellung bereits auf einem sehr guten Weg. Um die oben genannten Ziele bis 2020 zu erreichen, sind folgende Weiterentwicklungen und Ausbauten geplant:

Lehre:

  • Weitere Profilierung der vier Studiengänge:
    • Die beiden B.A.-Studiengänge PPÖ und Business Economics werden im Jahr 2016 mit einer deutlich klareren Profilierung neu akkreditiert werden.
    • Die Masterstudiengänge werden spätestens 2019 reakkreditiert werden.
  • Erfolgreiche Etablierung des Masterprogramms „Philosophy, Politics and Economics“ (PPE) als wichtigem Baustein der Internationalisierung der Fakultät.
  • Fortbildungen, Workshops und Peer Group-Lernen in der Hochschuldidaktik.

Forschung:

  • Die Publikationsleistung sowie die Zahl der Drittmittelanträge sind nicht zuletzt durch die Besetzung und Neubesetzung von Stellen (u. a. Allgemeine BWL, insbesondere Familienunternehmen, Personal und Organisation, Controlling, Recht, Marketing, Theoretical Philosophy und Development Economics) deutlich gestiegen. Die Forschungsaktivitäten werden mit Blick auf die Schwerpunktbereiche „Demokratie und Wachstum“, „Unternehmertum“ und „Führung und Organisation“ fokussiert und deutlich verstärkt.

Fakultätsentwicklung:

  • Neuaufbau des „Reinhard-Mohn-Institut für Unternehmensführung“ mit einem Lehrstuhl für Unternehmensführung und einer Professur für Strategie. Dieses Institut soll zu einem forschungsstarken Institut entwickelt werden, das den Wittener Management- und Führungsansatz weiter schärft.
  • Durch die Ausweitung des Bereichs Gesundheitsökonomik, nicht zuletzt durch die Gründung des fakultätsübergreifenden „Dr. Hartmut Krafft Zentrum für Wirtschaft und Gesundheit – Zentrum für Gesundheitsökonomik“ ergeben sich wichtige Felder interdisziplinärer Forschung, für die Witten mit einer in Deutschland einmaligen Nähe der Fakultäten für Gesundheit und Wirtschaft nachgerade prädestiniert ist.
  •  Einwerben von Drittmitteln für folgende Stellen:
    • Eine Professur bzw. einen Lehrstuhl für Finanzierung, die in der Grundausstattung noch fehlt; eine Juniorprofessur wird 2015 noch eingerichtet und 2016 besetzt werden.
    • Einen Lehrstuhl/ein Institut für Nachhaltigkeit.
      Alle drei Aspekte der Nachhaltigkeit: ökonomische, ökologische und soziale Nachhaltigkeit werden hier entscheidend sein.
    • Eine Professur/Juniorprofessur Entreprneurship:
      digital economics
    • Personelle Erweiterungen in den Schwerpunktbereichen Unternehmertum und Gründung, womit dem extramuralen Entrepreneurship Zentrum Witten in der Fakultät ein Widerlager für Forschung und Lehre gegeben würde.
  • Die Fakultät strebt an, bei zukünftigen Besetzungen den Anteil der Professorinnen und Lehrstuhlinhaberinnen zu erhöhen
  • Prüfung der Zugangswege auf Barrieren für Bewerberinnen
  • Konsequente Internationalisierung: Durch den internationalen Masterstudiengang PPE ist die Wirtschaftsfakultät hier an der UW/H in einer Vorreiterrolle.